Über uns

Das künftige Leben auf unserem Planeten wird bestimmt werden durch das Schicksal, welches wir unseren Ozeanen und Meeren zugedacht haben


Ob der ansteigende Meeresspiegel nun zur Unbewohnbarkeit heute dicht besiedelter Küstenstreifen oder Unfinanzierbarkeit von erforderlichen Küstenschutzmaßnahmen führt, bleibt letztlich gleich. Es werden Wanderungsbewegungen von Umweltflüchtlingen einsetzen, denen sich die heutige sogenannte erste Welt zwar noch einige Zeit durch drastische Abwehrmaßnahmen wird erwehren können, doch werden auch diese Gesellschaften dem Druck von außen und innen nicht standhalten und auseinanderbrechen. Und dies geschieht vor dem Hintergrund weltweiten Nahrungs- und Flächenmangels, da jedenfalls die Meere als Nahrungslieferant endgültig ausgedient haben.

 

Diese Zukunftsvision gehört sicherlich zu den Pessimistischeren, doch liegt sie nicht nur im Bereich des abstrakt Möglichen, sondern konkret Wahrscheinlichen.

 

Das archiv maritim wurde 1991 als zeitgeschichtliches Archiv der Meereskunde gegründet, um durch die Bereitstellung von Informationen den Umweltschutzgedanken zu fördern. Die wachsende Bedeutung des Internet und der dadurch geschaffene allgemeine Zugang zu Informationen führte zur Frage des Sinns einer Aufrechterhaltung eines Archivs, so dass wir unsere Arbeit vor einigen Jahren einstellten, jedoch 2009 durch den Betrieb dieser Informationsseite wieder aufgenommen haben. Hiermit soll ein Beitrag durch Information und konkrete Unterstützung einzelner Projekte für den Bestand der natürlichen Lebensgrundlagen der Meere und Polargebiete geleistet werden.

 

Angesichts des anfangs beschriebenen Szenarios stellt sich die Frage, was überhaupt getan werden kann. Es ist jedes Einzelnen Entscheidung, ob die Einsparung von 140 Tonnen Kohlendioxid im Jahr bei Einhaltung eines vegetarischen Tags in der Woche sinnbringend ist. Auch mag diskutiert werden, ob die unbestrittene Erwärmung das Ergebnis einer vom Menschen unbeeinflussbaren natürlichen Warmzeitperiode ist oder eben nicht. Und falls die Klimaerwärmung menschengemacht ist, ist es gleichgültig, ob dieser durch eine Reduzierung von Treibgasen oder der alleinigen Konzentration auf nicht-fossile Energiequellen zu begegnen ist. Die Fragen auf diese Antworten und die daraus resultierenden Entscheidungen werden - wenn überhaupt - von der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft getroffen, begleitet durch die Medien und vielleicht noch der Öffentlichkeitsarbeit international agierender NGO’s wie Greenpeace, WWF und vielen anderen mehr.

 

Auf verschiedensten Ebenen bis in den lokalen Bereich wird jedoch täglich Tier-, Arten- und Meeresschutz praktiziert. Jeder Einzelne hat seine eigene Entscheidungsfreiheit über sein Kauf- und Urlaubsverhalten. Wissen und Information sind dabei Voraussetzungen, um überhaupt Entscheidungen treffen zu können oder Möglichkeiten zu finden, Alternativen zu entdecken. Aufgabe dieser Seite soll es daher sein, Informationen, Nachrichten und Wissenswertes zu vermitteln. Ein vollständiges Bild wird sie niemals liefern können...